Selbstverständnis


So ungefähr stellen wir uns das gemeinschaftliche Leben vor:

Beziehungen: wertschätzend, nachbarschaftlich, kooperativ & verständnisvoll, vertrauensvoll, verbindlich und freundschaftlich - gemeinsam gärtnern, kochen, essen, werkeln, Kinder bekümmern und bespaßen, feiern, Ausflüge machen, aktiv sein, entspannen

Ernährung: Obst, Gemüse und Kräuter sollen möglichst selbst angebaut oder regional & biologisch erzeugt bezogen werden, genauso wie alle Tierprodukte. Dabei möchten wir viel Experimentieren und von verschiedenen Erkenntnissen lernen. Es könnte auch eine Solawi für die Produkte ins Spiel kommen, die wir nicht eigens erzeugen können. Immer wieder gemeinsam zu kochen und zu essen finden wir natürlich toll, wird sich aber im Alltag ergeben, wie wir es alle gestalten können

Kreativität/Kultur/Musik/Tanz/Spiel: gemeinschaftlich genutzte Räume sollen den kreativen Ideen aller Bewohner zur Verfügung stehen. Darin können getanzt, musiziert, gespielt, gemalt, gestaltet, gefeiert und getanzt werden, oder Veranstaltungen, Kurse, Vorträge, Theater, Musikproben, Konzerte, Tanzabende,... stattfinden

Handwerken: es soll Räumlichkeiten geben, in denen verschiedene Handwerke ausgeübt werden können - Schreinern, Töpfern, Malen, Basteln etc.... Die Werkstätten sollen für alle unter gemeinsam ausgemachten Regeln nutzbar sein (nicht das schöne Werkzeug zerstören! aaah!...(-;)

Konsum: es soll möglichst wenig und wenn dann hochwertiges Zeug aus verantwortbaren Quellen neu gekauft werden, Dinge können repariert oder gebraucht gekauft werden, Ungebrauchtes kann verschenkt und getauscht werden, dabei soll kein Müll angeschleppt werden, der nicht zeitnah repariert werden kann
Das alles meinen wir undogmatisch, im Rahmen des Möglichen soll es aber Thema sein, verantwortlich zu leben, aus ökologischen und „wegwerfgesellschaftlichen“ Gründen

Freiräume: Ja sehr! Dafür soll der Hof ja da sein! Allerdings Freiheit immer nur bis zur Freiheit des jeweils anderen, ebenfalls wo möglich nicht auf Kosten von der Natur ansonsten: Sehr!! (-:

Kommunikation/Haltung: friedlich und grundsätzlich gewaltfrei, aber nicht dogmatisch (darf auch mal krachen und sich dann aber wieder versöhnt werden), sich gegenseitig sehen und hören, wertschätzen und menschlich füreinander sorgen (ebenso wie für sich selbst), Dinge ansprechen, in Kontakt bleiben, - Hey, keiner ist perfekt ;-)

Spiritualität: ist für uns eine Sache für den Privatbereich und soll jedem frei sein. Was wir nicht wollen sind Missionierer, Verschwörungstheorieanhänger, Sektenleute, Engelsbeschwörer,...Überreligiöse Werte sind uns trotzdem sehr wichtig für den Umgang mit sich und Anderen: Liebe, Wertschätzung, Achtsamkeit, Naturbewahren, Entspannung und Auspowern für den Seelenfrieden (-:

Gäste: mehrere Zimmer sollen zur Verfügung stehen, jederzeit Gäste der Bewohner willkommen zu heißen - Couchsurfer, Wandergesellen, Wwoofer, Rucksackreisende,...

Natur: die umliegende Natur darf und soll (sorgsam und achtsam) genutzt werden, für ökologischen Gartenbau, Aktivitäten, Entspannung (Hängematten!), Wandern, Lagerfeuer, Zelten, Landart, Hühnis (Juhuu!), Schafe evtl....

Energie: energiesparende Geräte, kochen mit Gas, erneuerbare Energien für Strom (v.A. Solar, übergangweise: Ökostrom beziehen),Öfen mit Holz aus regionalen Quellen/ Eigenanbau?

Politik: aktive Auseinandersetzung mit aktuellen Themen (Biotop- und Artensterben, Klimawandel, alternatives Leben, Gesellschaft, Zukunftsfähigkeit, Integration, Menschen- und Tierrechten, Technologien, anderen Kulturen,...etc.) mit dem Ziel selbst- bewusster zu leben (mit den üblichen undogmatischen Ausnahmen (-:), einen eigenen Beitrag leisten zur politischen Landschaft durch das Anbieten von Freiräumen und Veranstaltungsräumen zum sich Bilden, Lernen und Experimentieren

Humor und Gelassenheit: ohne die beiden wird's nur stressig - und es soll doch vor allem Eins: Spaß machen (-: